Großbrand in Tewel – Reetgedecktes Stallgebäude in Vollbrand
Am 07.10.2026 wurden die Feuerwehren der Gemeinde Neuenkirchen um 19:21 Uhr mit dem Stichwort „F3 – Brennt Dachstuhl“ in die Dorfstraße nach Tewel alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte einen starken Feuerschein am Himmel wahrnehmen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl eines reetgedeckten Stallgebäudes bereits in Vollbrand. Unter schwerem Atemschutz wurden umgehend erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Hauptaugenmerk lag zunächst darauf, das unmittelbar angrenzende Wohnhaus vor einer weiteren Brandausbreitung zu schützen.
Aufgrund des Brandausmaßes wurde das Alarmstichwort kurze Zeit später auf F4 erhöht und weitere Feuerwehren zur Unterstützung alarmiert.
Trotz der eingeleiteten Löschmaßnahmen griff das Feuer teilweise auf den Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses über.
Nachdem ein Großteil der Flammen niedergeschlagen war, begannen die umfangreichen Nachlöscharbeiten. Die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr kontrollierte das Brandobjekt aus der Luft und suchte mithilfe der an der Drohne verbauten Wärmebildkamera nach verbliebenen Glutnestern. Um auch schwer zugängliche Brandherde erreichen zu können, wurde ein örtliches Bauunternehmen mit einem Bagger hinzugezogen, der Teile des Stallgebäudes abtrug.
Auch am angrenzenden Wohnhaus waren weitere Maßnahmen erforderlich. Dort öffneten die Einsatzkräfte Teile der Dacheindeckung, um verbliebene Glutnester aufzuspüren und eine weitere Ausbreitung des Feuers unter den Dachpfannen zu verhindern.
Für mehrere Kälber kam leider jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte den Flammen zum Opfer gefallen. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt.
Während der Löscharbeiten musste die durch Tewel führende Bundesstraße 71 vollständig gesperrt werden.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Behningen, Brochdorf, Gilmerdingen/Leverdingen, Grauen, Ilhorn, Neuenkirchen, Schwalingen und Tewel. Unterstützung kam von der Feuerwehr Schneverdingen mit der Drehleiter und weiteren Fahrzeugen sowie der Feuerwehr Hemslingen-Söhlingen. Zusätzlich war der Abrollbehälter Atemschutz der Kreisfeuerwehr vor Ort.
Ebenfalls an der Einsatzstelle waren die Polizei, der Rettungsdienst, der Kreisbrandmeister sowie der Abschnittsleiter und sein Stellvertreter des Brandschutzabschnittes Nord.
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann die Feuerwehr keine Angaben machen.